Das Strahlen der Goldenen Palme – Worauf wir uns bei den Cannes Filmfestspielen 2016 freuen dürfen

18th Apr, 2016

Vom 11 bis 22. Mai findet das Festival de Cannes 2016 statt. Wir haben uns das diesjährige Programm schon einmal genauer angeschaut und für euch die wichtigsten Highlights zusammengestellt.

Es sind bereits die 69. Internationalen Filmfestspiele von Cannes, die dieses Jahr (wie auch schon 2014 und 2015) unter der Leitung von Pierre Lescure ausgerichtet werden. Vorsitzender der diesjährigen Jury ist der australische Filmemacher George Miller. Den dürfte man vor allem als Regisseur und Drehbuchautor der Mad Max-Reihe, zuletzt „Mad Max: Fury Road“ (2015), kennen. Als Moderator wird der französische Schauspieler Laurent Lafitte durch den Abend führen.

Cannes 2016 – Die Programm-Sahnestückchen

Beginnen wir klassisch und werfen einen Blick auf das Grand Opening: Woody Allens „Café Society“ mit Kristen Steward und Jesse Eisenberg in den Hauptrollen wird das Festival eröffnen. Allens Filme gehören fast schon zum Inventar des Festivals – denn es ist damit der 14. Film des Regisseurs, der außerhalb des Wettbewerbs in Cannes gezeigt wird. Im Gegensatz dazu, läuft eher selten ein deutscher Beitrag auf dem französischen Festival, zuletzt 2008 Wim Wenders „Palermo Shooting“. Besonders erwähnenswert ist deshalb, 1. dass „Toni Erdmann“ von Maren Ade gezeigt wird. Und damit 2. überhaupt das erste Mal eine deutsche Regisseurin auf dem renommierten Festival vertreten ist. In „Toni Erdmann“ geht es um einen schrulligen, älteren Musiklehrer Winfried (Peter Simonischek). Als sein Hund stirbt, sucht er seine karriereambitionierte Tochter Ines (Sandra Hüller) auf, die gerade in Rumänien bei einem großen Outsourcing Projekt aufzusteigen versucht. Papa überrascht die Tochter mit Scherzgebiss und Sonnenbrille in der Firmenlobby. Klar, Zoff ist vorprogrammiert. Vor allem weil Winfried sich in sein alter ego Toni Erdmann zu verwandeln beginnt, der kein Blatt vor den Mund nimmt und sich heftig in Ines Berufsleben einmischt. Aber: Je mehr sich die beiden in die Wolle bekommen, desto näher kommen sie sich auch. Bereits im Vorfeld hoch gehandelt wird auch Paul Verhoevens Thriller „Elle“. Die Geschäftsfrau Michèle (Isabelle Huppert), Leiterin eines führenden Videospielunternehmens, agiert beruflich wie privat rücksichtslos. Als sie eines Tages zuhause brutal überfallen und vergewaltigt wird, nimmt sie eigenhändig die Verfolgung des unbekannten Täters auf. Als sie ihn schließlich ausfindig macht, wird sie in ein gefährliches Spiel verwickelt, das jeden Moment außer Kontrolle zu geraten scheint. Insgesamt konkurrieren 20 Spielfilme um die Goldene Palme. Darunter sind vor allem Filme aus Frankreich (z.B. das Fantasydrama „Personal Shopper“ mit Kristen Stewart oder der Komödie„Ma loute“ mit Juliette Binoche und Fabrice Luchini) und den USA (u.a. „American Honey“ mit Shia LaBeouf oder Sean Penns „The Last Face“ mit Charlize Theron und Javier Bardem) vertreten.

Hochkaräter außerhalb des Wettbewerbs

Aber auch die Filme, die außerhalb des offiziellen Wettbewerbs laufen, können sich durchaus (an)sehen lassen: Neben Allans Eröffnungsfilm werden auch die Premieren von Steven Spielbergs „BFG – Big Friendly Giant“ (basierend auf der Roald Dahls Kinderbuch), Jody Fosters packender Thriller „Money Monster“ mit George Clooney und Julia Roberts und Shane Blacks „The Nice Guys“, in dem Ryan Gosling und Russell Crowe als Privatdetektive brillieren, gezeigt. Wir von torpedo freuen uns auf einen hochkarätiges Filmjahr 2016 und sind schon ganz gespannt, wer dieses Jahr die begehrten Palmen mit nach Hause nehmen darf!