Die Sache mit dem Bewegtbild.

20th Jun, 2015

Webvideos überholen alle anderen Onlinewerbeformen.

Ihre Zeit ist gekommen. Die klassischen Textanzeigen und die statischen Displayanzeigen gehören zum alten Eisen – und die Ära der Video-Anzeigen und Bewegtbilder ist gekommen. Die Vielfalt der Online-Werbemittel ist nicht aufzuhalten – und animierte Banner, verschiedene Gadgets und Video-Anzeigen sind definitiv auf dem Vormarsch.

Laut der Studie "Global entertainment and media outlook" der Unternehmensberatung Pricewaterhouse Coopers (PWC) (Link: http://www.pwc.com/gx/en/global-entertainment-media-outlook/) machen Webvideos den größten Wachstumssprung aller Onlinewerbeformen – und sie sollen bis 2019 im weltweiten Umsatz um 19,5 Prozent zulegen. Und das erscheint nur allzu logisch, denn immerhin konsumieren mehr als die Hälfte aller deutschen Internetnutzer online regelmäßig Videos. Für Werbetreibende auf jeden Fall ein Zug, auf den es sich aufzuspringen lohnt. Warum? Na klar, die Bekanntheit der Marke wird gesteigert und die Markenbildung wird voran getrieben.

Gibt es noch weitere Vorteile? Auf jeden Fall. Erstens: Videoaffine User gibt es in allen Altersgruppen und mit allen soziografischen Merkmalen. Daraus ergibt sich für fast alle Unternehmen die Chance, die eigene Zielgruppe wirklich zu bewegen. Zweitens: Google Adwords ermöglicht zielgruppenspezifisches Targeting. Die Selektion von Themenseiten und die Definition von demografischen Settings auf den Videoportalen machen es möglich, dass die Videos zielgenau ausgespielt werden.

Trends, die bewegen. Trends, die sich in Sachsen Video-Marketing ganz klar herauskristallisieren:

1) Die Bewegtbildproduktion wird und muss sich in Zukunft speziell auf die Nutzung im Internet spezialisieren, den immer mehr Menschen gucken sich die Videos mobil über das Smartphone an – das bedeutet: kleinere Displays & weniger Werbefläche. Einfach nur adaptieren war gestern.

2) Weil die Reichweite eine immer größere Rolle spielt, sollte man am besten schon vorab die Konsumenten analysieren und die User kennenlernen, dann kann die Abstimmung auf die Zielgruppe direkt in den Produktionsprozess mit einfließen.

3) „How To“-Videos werden immer beliebter. Vor allem Videos, in denen User ihre persönlichen Erfahrungen und Fähigkeiten zeigen und vergleichen, liegen im Trend. Warum also nicht ein „How To“-Video aus dem eigenen Unternehmen?

Bilder sagen ja bekanntlich mehr als tausend Worte. Die Möglichkeiten, Bewegtbilder einzusetzen, sind vielfältig. Videos – eingebunden in die verschieden Videoportale – können für virale Kampagnen genutzt, über Facebook, Instagram und Co. publik gemacht & auf der eigenen Webseite eingebunden werden. Hier empfiehlt sich noch mal eine genau Anpassung auf die jeweiligen Kanäle. Auf Facebook oder Instagram muss nicht der ganze 3-Minuten-Spot laufen – hier genügt ein Auszug zum Anteasern. Videoportale mit einer hohen Reichweite wie www.youtube.com, www.myvideo.de oder www.clipfish.de stehen ganz klar an erster Stelle und können in den letzten Jahren auch eine enorme Steigerung von Videofilmproduktionen im Rahmen verschiedenster viraler Kampagnen verbuchen.

Weiterhin besteht die Möglichkeit, Video-Ads in den unterschiedlichsten Werbefromen auszuspielen. Video-Ads, die speziell für die Online-Zielgruppe hergestellt werden, können eine unglaubliche Reichweite erzielen.

But How To? Doch die vielversprechende Werbestrategie mit den Bildern, die die Welt bewegen, muss gekonnt sein – also Augen auf: 1) SEO und Keywords sind auch hier wesentliche Instrumente, um auf das Video aufmerksam zu machen. Also wie immer: Schlagwörter in Titel, Beschreibung und in den Markierungen integrieren – das kennt man ja. Und nicht vergessen: die eigene Homepage unter dem Video vermerken (am besten in der Beschreibung des Videos). Wer das Video mag, wird auch auf die Seite gucken. 2) Die Produktion für Youtube-Videos muss nicht extrem aufwendig sein. Und die Reichweite im Verhältnis zum Aufwand ist bei kaum einer anderen Marketing-Strategie so hoch. Hinweis: Es kann aber durchaus passieren, dass die Aufwand-Ertrag-Rechnung beim Video-Marketing nicht aufgeht. Denn es ist schon aufwendiger ein gutes Video zu produzieren als beispielsweise nur einen Text-Beitrag vorzubereiten. Wenn ein Video kosten- und zeitintensiv produziert wird und dann kaum Reichweite erzielt, kann das natürlich nicht das Ziel der Sache sein. 3) Viralität ist alles. Je öfter das Video geteilt wird, um so besser steht es im Google-Ranking da. Also auch auf Facebook und Co. loslegen. Das gleiche erreicht man durch Interaktion. Kommentare und Likes – wer hätte das gedacht – treiben die Bekanntheit nach oben. Am besten mit dem Video selbst, der Beschreibung oder eigenen Kommentaren die Nutzer wachrütteln und zu Diskussion anregen. 4) Auch beim Videomarketing ist es wichtig, dass diese dem Medium angepasst werden. Bei Facebook also lieber kurz und knackig bleiben – und auf der Website den längeren Spot ausspielen. Natürlich können beide Video-Varianten bei Youtube oder anderen Portalen eingebettet werden.

Die üblichen Verdächtigen. Warum sollte man Videos bei Youtube und Facebook einbinden? Auf Facebook hängen Videos die unbewegten Beiträge ab – so kommen Videos auf durchschnittlich 8,71 Prozent Reichweite (soll heißen: 9 von 100 Fans sehen das Video). Das ist mehr als das Doppelte dessen, was Fotos erreichen. Und mit mittlerweile über einer Milliarde Usern ist Youtube definitiv eine Option, damit das Video auch wirklich gesehen wird. Aber natürlich sollte man nicht nur auf ein Pferd oder auf die üblichen Verdächtigen setzen. Neben Youtube kann man seinen Bekanntheitsgrad auch über DailyMotion, MyVideo, Vimeo oder Break steigern. Bei Vimeo kostet die Anmeldung zwar Geld – aber das stellt auch ein gewisses Ansehen der Videos sicher, denn hier gehen die User davon aus, dass sie nur hochwertige Spots zu sehen bekommen. Macht also auf jeden Fall Sinn.