Hash mich, wenn du kannst!

20th Nov, 2015

Der Wandel vom langweiligen Doppelkreuz zum hippen Hashtag

Lange Zeit haben wir dem Zeichen auf unserer Tastatur keine Beachtung geschenkt… Ihr wisst schon, dieses kleine Doppelkreuz #. Auf einmal hieß die Raute Hashtag und veränderte Marketing für immer! Sie ist mittlerweile omnipräsent. Wir finden sie auf nahezu allen Social Media Plattformen, in der Werbung und sogar in Printmedien oder der face-to-face Kommunikation.

Die Idee zum Hashtag hatte der ehemalige Google Designer Chris Messina, der sich - wie wir finden etwas hochtrabend - selbst als „Hash-Godfather“ beschreibt. Zum ersten mal verwendet wurde die Raute dann in einem Blog-Eintrag von Stowe Boyd im August 2007. Einige Wochen später wurden auf Twitter erstmals Meldungen zu den Waldbränden in California mit #sandiegofire getaggt. Erst zwei Jahre danach erkannte Twitter den Hashtag offiziell an und erlaubte die ersten Stichwortverlinkungen über die Raute. Damit gelang der endgültige Durchbruch. Vom Nischendasein zum Star der Internetwelt! Die Infografik von offerpop zeigt den weiteren Verlauf.

history of hashtags

Mittlerweile geht die Doppelkreuz-Verwendung weit über die 140 Zeichen hinaus. Wir finden die die Hashtag Funktion in allen großen Sozialen Netzwerken: Facebook, Instagram, Flickr, Pinterest und Google+, Tumblr, SoundCloud...

Noch nutzt nicht jeder Hashtags auf die Art und Weise, wie sich das Erfinder Chris Messina dachte - nämlich um Inhalte zusammen zu fassen und damit als Gruppe zu kennzeichnen. Wir raten euch: verwendet Hashtags und nutzt die Chance den eigenen Content für viele, viele Augen sichtbar zu machen und damit ins Gespräch zu kommen.

Gesucht und Gefunden mit der Raute

Die Raute schafft eine Sache sehr gut: Ordnung. Mit Hilfe der Hashtags lassen sich Themen schneller überblicken und vernetzen. So kennzeichnet der #FollowFriday bspw. lesenswerte Websites, Personen und Inhalte, die Nutzer jeden Freitag ihren Follower empfehlen. Aber auch offline kann der Hashtag für eine Markenkampagne definitiv sinnvoll sein. Die Integration ist eine gute Möglichkeit eure Zielgruppe ins Netz zu locken und dort Interaktion zu schaffen. Es kann natürlich trotzdem passieren, dass eine Hashtag-Kampagne keine Beachtung findet. Die Schlagwörter sollten gezielt gewählt werden und ihr solltet euch genauestens bewusst machen, was ihr kommunizieren möchtet und welches Ziel dahinter steht. So kann dieses Risiko relativ gering gehalten werden. Aber auch bestehende und anlassbezogene Hashtags können ohne eine eigene große Hashtag-Kampagne Aufmerksamkeit generieren. Man sollte immer im Hinterkopf behalten: verwendet man bei 100 Followern keine Hashtags, dann werden die Beiträge auch nur 100 mal gesehen. Fügt man einen populären Hashtag wie bspw. #xmas hinzu, dann hat der Post das Potential von jedem gesehen, geteilt oder favorisiert zu werden.

TPDO Hinweise

Regional taggen! Marketer sollten auf jeden Fall den regionalen Bezug beachten. Es gibt für fast jede Stadt einen Hashtag wie für unser schönes #Leipzig. Oft werden diese noch ergänzt durch Claims wie bspw. #loveleipzig. Damit wird v.a. regionales Publikum angesprochen.

Brand yourself! Einen eigenen Claim - die meisten Unternehmen haben ihn, oder haben sich zumindest schon einmal Gedanken darüber gemacht. Genauso sinnvoll kann es sein, Hashtags für Social Media zu generieren. Das Ziel ist, Markenbekanntheit mithilfe eines spezifischen Hashtags zu schaffen und sich damit von der Konkurrenz abzugrenzen. Für Hashtags gibt es allerdings kein „Exklusivrecht“. Sie können von jedem benutzt werden. Das hat Vor- und Nachteile. Zum einen kann die Marke gestärkt, ein viraler Anreiz und damit Interaktion geschaffen werden. Andererseits können Kritiker der Marke den Hashtag nutzen und das Unternehmen in ein schlechtes Licht rücken.

Nicht übertreiben! Hashtags ja! Aber bitte in Maßen! Ein eigener Hashtag, der das Potential zu viralem Erfolg hat ist das Ziel - ein oder zwei anlass- oder themenbezogene Hashtags können den Post sinnvoll ergänzen und in die Unterhaltung einbetten. Deshalb gucken wir zuerst, welche Wirkung der Post haben soll und wählen dann den Hashtag. Man sollte es aber auf keinen Fall übertreiben! 10 Hashtags hinter einem Beitrag wirken unseriös und erwecken schlichtweg den Eindruck der Aufmerksamkeitsheischerei.

Wir sagen, der Hashtag ist mittlerweile eng mit dem Social Media Marketing verbunden und kann zur Verbreitung von Content bestens funktionieren. Also seid kreativ und setzt auf die kleine Raute!

Wir haben uns für unseren Kunden GlühBo schon mal was dazu überlegt. Was genau seht ihr auf Twitter und Instagram.