Mittendrin statt nur dabei.

26th Aug, 2015

Die Welt durch die Augen eines anderen entdecken – mit der Livestreaming-App Periscope.

Egal, ob für Facebook oder Youtube – Videos müssen nicht immer perfekt und aufwendig produziert sein. Um mit den Kunden authentisch zu kommunizieren, kann es auch mal ein spontan aufgenommenes und wackeliges Video sein. Mit der Live-Video-App Periscope bewegt sich in Sachen Livestreaming wieder was.

Denn mit dem „Sehrohr“ können Smartphone-Nutzer Live-Videos direkt aufnehmen und ohne zeitliche Verzögerung teilen. Über Twitter können alle Follower oder nur eine ausgwählte Gruppe informiert werden, wenn es wieder an der Zeit ist zuzusehen. Während des Livestreams kann der Absender des Videos sehen, wer alles zuguckt und welche Kommentare die anderen hinterlassen. Nach dem Ende der Übertragung kann das Video in der Kamera-Funktion gespeichert werden und bis zu 24 Stunden nach der ersten Übertragung kann das Video auf Periscope abgespielt werden. Klar gab es Live-Übertragungen per Video auch schon vorher, aber die Sache ist die – mit Periscope wird die Nutzung noch einfacher. Durch die Aufnahme per Smartphone und die enge Verzahnung mit Twitter braucht es nur zwei einfache Schritte, um direkt live zu gehen. Das Wichtigste für die Nutzung von Periscope ist ein Twitter-Account. Hat man den, muss man die App nur noch auf dem Smartphone installieren – dann geht es mit einem einzigen Knopfdruck los.

Wie können die Zuschauer mit den Live-Berichterstattern kommunizieren? Es gibt zwei Möglichkeiten während einer Übertragung mit dem Berichterstatter zu kommunizieren. Entweder man kommentiert direkt via Chat mit ihm oder man sendet ein Herz. Die Herzen haben dabei die selbe Funktion wie Facebook-Likes oder Twitter-Faves.

Gibt es eine Karte mit allen aktiven Live-Streams? Gibt es. Die Twitter-Tochter hat ein Update vorgestellt, das genau einen solchen Überblick bereitstellt. Im Fall einer Breaking-News-Lage können beispielsweise Journalisten nun mit einem Klick sehen, ob sich am Ort des Geschehens ein aktiver Filmer aufhält.

Alles, was man noch so wissen muss, kann, sollte:

Nutzer, die Material live streamen, dessen Urheber sie nicht sind, begehen eine Urheberrechtsverletzung – auch das muss klar sein.

Die Livestreaming-App der beider Gründer Kayvon Beykpour und Joe Bernstein wurde bereits ein Jahr nach dem Start an Twitter verkauft.

Sobald ein Stream gestartet wird, twittert die App automatisch einen Texthinweis.

Während des Live-Streamings kann man die Übertragung auch über den eigenen Web-Browser, den Desktoprechner und vom Laptop aus ansehen – hat man die Live-Übertragung verpasst, kann man das Video nur noch über Smartphone und App für 24 Stunden ansehen.

Die App ist kostenlos. Auch die Nutzung der App verursacht keinen übermäßigen Kostenfaktor – sprich das Datenvolumen verliert sich nicht ins Bodenlose. Wer WLAN nutzen kann, sollte es aber machen.

Periscope gibt’s für Android und iPhone.

Hinsichtlich Privatsphäre ist wie beim Mutterunternehmen Twitter alles öffentlich.

Die besten Einsatzmöglichkeiten – live und in Farbe:

Behind-the-Scene-Aufnahmen Produkt-Launches oder Previews Virtuelle Touren (Büros oder Produktionsstätten) Konferenzen oder Podiumsdiskussionen Interviews und Expertendiskussionen Trainings und Fragestunden für Kunden How-To-Videos (Produkterklärungen)

Wie nutzen Unternehmen Periscope, ohne in die Röhre zu gucken? Unternehmen, denen eine enge Kundenbindung und eine gute Vernetzung wichtig ist, sollten Periscope ab jetzt nicht mehr aus den Augen lassen. Egal, ob für ein Presse-Event, eine Produktvorstellung, How-tos oder just for Entertainment – Unternehmen können ihren Kunden, Partnern, Influencern und Followern weltweit und vor allem zeitgleich dieselben Informationen zukommen lassen – und das emotional, authentisch, spontan und wirklich zum Greifen nah. Außerdem können die Zuschauer direkt und während des Streams mit den Moderatoren kommunizieren. Die Apps sind kostenlos und der Produktionsaufwand für diese Art der Echtzeitkommunikation ist relativ gering. Periscope bietet seinen Nutzern auch die Möglichkeit, das Video zu speichern – so kann es nach dem Live-Stream auch noch bei Youtube oder Facebook genutzt werden. Für die Kundenbetreuung- und information ergeben sich plötzlich auch ganz neue Möglichkeiten. How-to-Livestreams, um ein neues Produkt zu erklären, die Echtzeitübertragung von Produktveröffentlichungen oder Unboxing-Live-Streams - die Kunden können plötzlich mittendrin sein und haben so die Chance, sich der Marke ganz nach zu fühlen.

Schlusswort Periscope bietet eine grandiose Möglichkeit, um eine Marke mit Real-Time-Momenten zu verknüpfen – aber vorher muss auf jeden Fall klar sein, was damit erreicht werden soll.

Deshalb gucken wir zuerst, welche Ziele mit dem Livestreaming erreicht werden sollen und dann kann es losgehen. Für unseren Kunden Mr. Rasch (http://tv.mister-rasch.de/) hatten wir uns da schon mal was überlegt. Was genau, das seht ihr dann auf unserer Facebook-Seite.